Mittwoch, 15. Februar 2017

Trilümm ----> Freebook



 

Freebook Trilümm


 
Ich freue mich, dass du dich für das Freebook Trilümm entschieden hast und wünsche dir viel Freude dabei.
Trilümm bedeutet Triangel ( das Dreieck) und Lümmeln. Oft wird es auch Haremshose genannt.



Bei der Erstellung habe ich darauf geachtet, dass es auch Nähanfängern gerecht wird. Das Freebook ist von mir erdacht, erstellt und getestet.

Genähte Einzelstücke dürfen verkauft werden, die Massenproduktion ist nicht gestattet.

Für Fehler in der Anleitung kann keine Haftung übernommen werden. Idee, Schnitt und Gestaltung: Sachsenmuddi

Bei der Trilümm handelt es sich um eine sehr bequeme Hose, die sehr viel Stoff verbraucht und die Weite und Länge eines Rockes hat. Die Hose ist einfach gehalten, wer sich Taschen einarbeiten möchte, kann das gern tun. Auch mit Bändern oder Kordeln verziert, macht die Hose zu etwas ganz besonderem.

Sollte dir die Hose dann doch aus welchen Gründen auch immer nicht stehen, an dir nicht gefallen, dann ist es kein Problem, die wenigen Nähte aufzutrennen und man hat mit klitzekleinem Verschnitt immer noch ein großes Stück Stoff für weitere Nähprojekte zur Verfügung.

Bevor du dich an die Arbeit machst, ließ dir bitte erst mal alles durch.

Was du brauchst: Schickes leichtes Stöffchen, wie Viskosejersey, Leichtfallende Baumwolle,  Maße siehe Formel für den Stoffverbrauch. Bündchenstoff oder Jersey für Bündchen. Nähmaschine oder Overlook, Schere, Maßband, evtl. Stecknadeln

Bevor du beginnst, gibt es erst mal Mathematikunterricht:

Gleichschenkliges Dreieck

  In einem gleichschenkligen Dreieck sind zwei Seiten (die beiden Schenkel) gleich lang. Der Schnittpunkt der beiden Seiten heißt Spitze. Die dritte Seite wird Basis genannt, und die beiden an der Basis anliegenden Winkel sind die Basiswinkel.
kem GeoII GeoIIDreiEvDrei 9 Eigenschaften von Dreiecken
 
 
Formel für Stoffverbrauch:
 

Körpergröße minus 20 cm = Breite und Höhe des Stoffes

 
Beispiele

Körpergröße
 
Stoffquadrat
1,50 m
1,30 m x 1,30 m
1,65 m
1,45 m x 1,45 m
 
1,70 m
1,50 m x 1,50 m
 
1,85 m
 
1,65 m x 1,65 m
  
 
Das heißt: Deinen Stoff misst du aus. Für meine schwarze Hose hatte ich 1, 40 cm in der Breite und 1,60 in der Länge zur Verfügung. Ich habe den Stoff zu einem Dreieck ( gleich rechts auf rechts )gefalten. Den überstehenden Rest habe ich weggeschnitten und gleich für die Bündchen benutzt.
Die folgenden Maße hier sind für elastischen Stoff.
 

 
Die offenen Seiten, also die Schenkelseiten werden jetzt zusammengenäht. Nicht den Bruch nähen.
Danach werden die " Füßlöcher "abgeschnitten. Miss dazu 12 -15 cm, je nach Dicke deiner Fesseln, von der Spitze an der Naht entlang und markiere. Das machst du von beiden Seiten und schneidest dann von Markierung zu Markierung. Arbeitest du mit Baumwolle, dann sollte deine Füßöffnung größer sein, denn Baumwolle ist ja nicht dehnbar oder nur gering. Miß dazu den Umfang von der Ferse um die Fußbeugung bis wieder zur Ferse. Halbiere das Mass, lege dein Massband auf den Stoff der Spitze und schiebe solange nach oben, bis sich das Maß ergibt und markiere schneide wie oben beschrieben ab.

 
Beide Bein/ Fußöffnungen sind jetzt abgeschnitten.


Oben am Bund, wo die Seitennähte aufeinandertreffen, habe ich 22 cm von jeder Seite gemessen, wenn du ein paar mehr Pfunde hast, dann musst du die Öffnung größer wählen. In der Breite kommen so bei mir 60 cm heraus. Arbeitest du mit Baumwolle, dann sollte deine Öffnung hier wieder größer sein, als bei dehnbaren Stoffen. Du mißt dazu deinen Hüftumfang, halbierst den und legst das Bandmass mit deinem ermittelteten Wert und schiebst es mittig von der spitze auf dem Stoff soweit, bis du deine Weite erreicht hast, markierst und schneidest ab. 
 

 
 So sieht es fertig geschnitten aus. Jetzt kannst du die Hose schon mal anprobieren und schauen, ob alles so passt, ob du durch die Öffnungen durchkommst. <---- empfehlenswert.

 
Jana, eine Probenäherin fand ihre Hose zu breit und hat sie sich etwas enger gemacht, in dem sie von beiden Seiten etwa 30 cm unten beginnend weggeschnitten hat. 
 
 

Danach bereitest du die Bündchen vor. Ich habe dafür den abgeschnittenen Rest benutzt, du kannst auch Bündchenstoff oder einen tollen Kontrast wählen. Das Bündchen gestaltest du dir selbst, es sollte aber mindestens eine Breite von 10 cm betragen. Dann ist es angenehm zu tragen. Mein Bündchen hier ist 25 cm hoch. Für den Umfang miss bitte deinen Körperumfang und multipliziere mal 0,8. Zuschneiden und zusammennähen. Dann einmal mittig falten. 
 

 
Ich nähe einmal mit der Overlook drumherum, so muss ich beim Nähen an die Hose nicht so aufpassen, ob ich alle Nahtzugaben aufeinander liegen habe. Ich mache mir mittels einem kleinen Knips Markierungen in die Nahtzugabe des Bundes und der Hose, um überall gleichmäßig herum zu nähen. Dazu benutze ich die Nähte, Halbieren und knipsen und vierteln und knipsen.

 
Dann kommen die Beinbündchen. Ich habe meine Fessel gemessen und wieder mal 0,8 gerechnet. Wenn du es nicht so anliegend am Bein haben möchtest, dann kannst du auch mal 0,9 rechnen. Die Höhe habe ich hier mit 10 cm gewählt. So ist es mir sehr angenehm. Das heißt, da es umgeschlagen wird, schneidest du 20 cm in der Höhe zu. Die Seiten zu nähen und einmal umschlagen. 

 
Ich habe wieder drum herum genäht. Ja es ist mehr Garn, aber weniger Stress und Zeit.

 
Beide Bündchen annähen und Hose anziehen wohlfühlen und rumlümmeln.
 
  
 Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachnähen. Bei Problemen bin ich hier per PN  erreichbar:
 
 
Fotos vom Probenähen.
 

 
Jana hat ihre Hose enger gemacht.
 

 
Genäht aus Sweat, fällt aber schwer, kann trotzdem gemütlich sein.
 

 
Leichter Viskosejersey
 

 
Genäht aus zauberhafter Bettwäsche.
 

 
 
 
Genäht aus Bettwäsche und enger gemacht.
 
 
 
 
Genäht aus Jersey.


 

 

 



 
 
Genäht aus Baumwolle
 

 
Sie hat es auch enger gemacht.



 
Türkis genaht aus einem Spannbettlaken. Blumig ganz leichte Baumwolle und wegen Mustererhaltung auseinandergeschnitten und wieder zusammengenäht und dadurch ist sie auch enger.

 
Zusammengenähter Stoff aus 3 Stücken zusammengesetzt.
 
 

 
Genöht aus Jersey.
 
 
 
Genäht aus Bettwäsche.
 
 
 


 
Tanja und ihre Tochter
 
 
Katrin Diener
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen