Mittwoch, 25. Oktober 2017

Freebook - Nestelmuff

 
 
Freebook Nestelmuff
Ein Nestelmuff hat gegenüber der Nesteldecke  Vorteile.
Er wärmt  die Hände, er ist handlicher, kann umgebunden werden und passt auch prima ins Bett.
 
Lies dir bitte den Text sorgfältig durch, bevor du mit deiner Arbeit beginnst.
Das Freebook ist auch für Anfänger geeignet.
Demenz ist nicht gleich Demenz. Nicht jeder demente Mensch wird mit so einem Nestelmuff umgehen oder umgehen können. Aber man kann probieren, einem Menschen damit Freude zu bereiten.
Ich habe verschiedene Nestelmuffs
an immer den gleichen Menschen ausprobiert und jedes Mal war es anders. Wir haben auch nicht jeden Tag Lust zu arbeiten. Demenzerkrankte können auch einen Erinnerungsnestelmuff bekommen. Wobei nicht immer unbedingt gute Erinnerungen wach gerufen werden. Wenn jemand früher Pferde hatte und daran erinnert wird,  kann dann die Wehmut Gefühle auslösen, die kein Mensch braucht.
Andere wollen den Nestelmuff als Therapiemittel einsetzen, da kann dann bestimmt etwas mehr „ Spielzeug“  eingearbeitet werden. Der Nestelmuff eignet sich nicht nur für Demenzkranke, sondern auch für Schlaganfallpatienten, Parkinson, Blinde, Kinder, Behinderte usw.
Alle hier vorgeschlagenen Teile müssen nicht so imitiert werden. Du musst keine Tasche einnähen. Es sind nur Vorschläge. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, solange du dich an bestimmte Regeln hälst.
Achte bei der Auswahl von Kleinteilen darauf, dass sie waschbar und trocknerbeständig sind, nicht scharfkantig und nicht giftig. Einige Heime waschen Textilien bei 60°. Das sollte man vorher abklären und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Das heißt, dann unbedingt nur Baumwolle nehmen und bei 60 ° vorwaschen und trocknen.  

Was du brauchst: Baumwolle, Krimskrams, Vlies und einen Rest warmen Stoff, Schere, Nähmaschine
Schneide Baumwollreste oder sonstiges im Quadrat von 12 cm x 12 cm zu, es entsteht eine brauchbare Größe von etwa 34 cm x 45 cm. Dazu sind 12 Quadrate notwendig. Man kann natürlich auch, wenn man keinen Nestelmuff nähen möchte, ein Rechteck von 34 cm x 45 cm und für das Futterteil 46 cm x 45 cm zuschneiden.
 

Ich bereite die Einzelteile vor. Hier befülle ich ein Teil mit Perlen. Für die Sichtbarkeit dient mir ein Stück Gardine. Beim Annähen von Kleinteilen solltest du besondere Vorsicht walten lassen und wirklich richtig festnähen. Alle Teile habe ich mit Vlies hinterlegt. Entweder als einfache Zwischenschicht oder dient es zum Halten von Kleinteilen. Bei einigen habe ich einfach mal so meine Nähmaschine ausprobiert. Mehr Ideen und wichtige Hinweise findest du hier

oder hier


Dann nähe ich alle Teile aneinander. So dass ein Rechteck von 4 mal 3 Teilen entsteht. Ich habe hier alle 12 Einzelteile mit Vlies hinterlegt, bzw. vernäht. Du kannst auch ein ganzes Rechteck innen einnähen. Entweder so groß, wie das Außenteil oder so groß wie das Innenteil. Das gibt dann noch mehr Griffigkeit im Überstand.

 
 Zum Füttern habe ich hier Teddystoff benutzt. Ihr könnt aber auch jegliche anderen wärmenden Stoffe benutzen.
 
So schneide ich zu: Ich lege einfach das fertige Teil auf mein Futter und lasse auf jeder Seite der Längskante 6 cm überstehen, so sieht man später dann den Fleece/ Teddystoff auch außen.
Lege dazu ( nicht so falsch, wie ich im Bild ) gleich die Teile rechts auf rechts. 

Ich nähe mit Nähfüßchenbreite einmal die Längskante zusammen. Das heißt, die lange Kante ist die, die aus 4 Teilen zusammengenäht ist. Am Anfang und Ende verriegeln nicht vergessen.

Dann die andere gegenüberliegende Längskante zusammennähen.
Danach wende ich das Ganze auf rechts.



Rechts auf rechts nach oben falten, so dass die Kanten aufeinander liegen.

 
So entsteht ein Ring. Dabei solltest du darauf achten, dass die Quadrate gut übereinander liegen. Das Ganze mit Stecknadeln oder Stoffklammern zusammenstecken.
 
Eine Wendeöffnung von ca. 15 cm markieren und offen lassen. Einmal rundherum nähfüßchenbreit nähen.

Dann wenden.

Die Wendeöffnung verschließen. Entweder mit Matratzenstich oder so wie ich: Die „Nochnichtnaht“ schön glatt ziehen und zusteppen. Das ergibt innen eine Nestelmöglichkeit. Oder dort noch in die Naht etwas einnähen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wie hier im Bild zu sehen.

 

Den Muff so wenden, das alles hübsch außen liegt. Ich empfehle das Absteppen im Nahtschatten. So bekommt der Muff seinen Halt.
 
Ein Bindeband zum Festbinden benötigt man nicht in jedem Fall.  Für meine blinde Bewohnerin habe ich ein extragroßes Band gefertigt, damit es um den Rollstuhl zu binden geht. Ein Nackenband kann ich bei Dementen nicht befürworten. Wenn, dann würde ich ein Bauchbindeband empfehlen. Man kann das Band am Muff festnähen oder auch wie ich in diesem Fall freischwebend, dass heißt, man zieht es einfach durch den Muff und kann es auch jederzeit entfernen.
Ein Band zuschneiden. Ich habe ein Riesenband genäht. Dazu habe ich 2mal die volle Breite von 1,50 m mal 8 cm zugeschnitten. Damit kann man das Band sogar um den Rollstuhl binden. Wer es so nicht möchte, der macht es kleiner. Band zusammennähen, dann längs zusammen nähen. Über einen Stab wenden, bügeln und absteppen.


Dann kann das Band freischwebend durchgezogen werden.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Nähen, bei deiner Arbeit oder beim Verschenken.
Ich würde mich freuen, wenn du einen Nestelmuff genäht hast und du zeigst ihn im WWW, dass du mich verlinkst, damit ich deinen Muff bewundern kann.
In unserer Gruppe kannst du Fragen stellen oder auch deinen Muff oder deine Nesteldecke zeigen Nesteldeckengruppe
 
Schon genähte Muffs von den lieben Probenähern
 
 
 


 
Sonja Meies

 

 
Janin Krause

 

 
 


Kommentare:

  1. Wieder so eine geniale Idee, die zum Nachmachen anspornt.
    Vielen Dank für Deine tollen Inspirationen.

    LG Bärbel

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  2. Das ist so eine Super Idee! Möchte meiner Oma auch einen zu Weihnachten machen! Sie liegt Grad nach Einem Sturz im Krankenhaus! 😢
    Hab nur kurze frage! Welches Volumenvlies habt ihr benutzt?
    Lg

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